Das Motto trust&try

Das Motto trust&try

Die KonfiCamps 2017 standen unter dem Motto trust and try. Daran wollen wir anknüpfen. trust drückt die Einladung aus, sich und anderen und Gott zu vertrauen. Wir verstehen dabei Vertrauen als eine riskante Vorleistung. Es gibt keine Garantie für gelingendes Vertrauen und doch ist es eine Erfahrung, die bedeutsam für uns Menschen ist. Dazu soll in den KonfiCamps ermutigt werden. Gefragt wird: Was brauche ich, um Vertrauen zu können? Wer ist vertrauenswürdig? Und vor allem: Wie geht das, in einer Welt zu leben, in der Menschen einander und Gott vertrauen? Unter dem Stichwort try bekommen Konfis Zeit und Raum, dies auszuprobieren, mit viel Lust, Engagement und Spaß.
trust and try wird nun zum Markenzeichen der KonfiCamps in Wittenberg. Zusätzlich wird in jedem Jahr ein neues Motto die KonfiCamps überschreiben. Der thematische Schwerpunkt 2019 ist: Frieden leben.

Konfis haben eine Beziehung zu Gott

Wir hören oft, dass die Konfis gar kein Wissen über Gott und die christliche Tradition von zu Hause mitbringen. Das entspricht auch unseren Erfahrungen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Konfis trotzdem bereits eine Beziehung zu Gott haben – auch wenn sie das selbst vielleicht gar nicht wissen. Und das hat ja auch eine theologische Evidenz: Wenn Gott der Schöpfer des Himmels und der Erde ist, wenn er sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart hat und durch den Heiligen Geist gegenwärtig handelt, dann kann es gar nicht anders sein, als dass alle Menschen bereits Erfahrungen mit Gott gemacht haben. Sie würden das vielleicht nicht so bezeichnen, aber aus christlicher Perspektive ist es so. Unsere Aufgabe ist es dann ihnen aus der christlichen Tradition Texte, Bilder und Rituale anzubieten, die ihnen helfen ihre je eigene Beziehung zu Gott zu leben und auszudrücken. Wir haben dabei das Vertrauen, dass diese Texte, Bilder und Rituale dazu in der Lage sind.

Auf dem KonfiCamp sind alle auf Augenhöhe

Als Form evangelischer Gemeinde nehmen wir auf den KonfiCamps das Priestertum aller Getauften ernst. Bei uns gibt es zwar Unterschiede bei den Aufgaben, jedoch sind alle Konfis und alle Teamer*innen gleichwertig, egal, ob sie auf der Bühne oder hinter der Bühne stehen, egal ob sie ordinierte Pfarrer*innen oder Diakon*innen oder Ehrenamtliche sind. Bei uns wird jede*r gehört.

Musik ist eine Sprache unserer Gemeinde

Musik ist unglaublich wichtig für viele Konfis (und die meisten anderen Menschen). Deswegen ist Musik ein wesentlicher Teil der KonfiCamps. Denn Gemeinschaft, Geborgenheit und Vertrauen, also wesentliche Elemente des KonfiCamps, werden am besten durch Musik kommuniziert.

Die KonfiCamps sind ein Hybrid aus Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit

KonfiCamps sind auf Teamer*innen angewiesen. Diese sind meistens selbst ältere Jugendliche. Sie helfen mit, sie sollen auch mitbestimmen, aber sie sind keine Hauptamtlichen. Wir denken die Teamer*innen sind ein besonderer und wichtiger Teil des KonfiCamps mit eigenen Bedürfnissen.

Deswegen gibt es die Teamer*innen- Kneipe, wo sie abends einfach mal für sich sein können. Außerdem bieten wir dieses Mal die Gelegenheit als KlebeStift(unngsTeamer*in) hinter die Kulissen des KonfiCamps zu schauen und später vielleicht selbst einmal Stiftungsteamer*in zu werden. Und wir bitten die Hauptteamer*innen darauf zu achten, dass die Gemeindeteamer*innen die Balance zwischen Spaß und Arbeit halten und sie einen angemessenen Teil der Verantwortung tragen.

KonfiCamp ist eine Gemeinde

Wir sind der Überzeugung, dass KonfiCamps zwar anders funktionieren als Ortsgemeinden, jedoch theologisch gesehen Gemeinden auf Zeit sind. Das heißt, wir beziehen unser Programm nicht auf die Ortsgemeinde, wo dann das vermeintlich „richtige“ christliche Leben stattfindet, sondern wir nehmen uns selbst und die Konfis als Gemeinde auf Zeit ernst. Wir nutzen den ungewohnten Ort und die verdichtete Zeit um Neues auszuprobieren. Das ist hier leichter als zu Hause. Vielleicht kann die ein oder andere Idee, Form oder Methode ja auch den Weg in die Ortsgemeinde finden? In jedem Fall gilt: KonfiCamps sind Kirche.


Auf KonfiCamps weht der Geist der Nächstenliebe

Da wir wirklich Gemeinde sind, möchten wir auf den KonfiCamps auch im Geist des Evangeliums miteinander umgehen. Wir wollen alle Menschen respektieren, gleich welche Meinung sie vertreten, wie sie aussehen oder welche sexuelle Orientierung sie haben. Hier soll niemand beleidigt oder mutwillig verletzt werden. Wir möchten keine psychischen oder physischen Grenzverletzungen erleben. Wir wollen, dass auf dem Camp alle freundlich miteinander umgehen

Lebenslust, Verlässlichkeit und Vertrauen sind die Bausteine der KonfiCamps

Wiederkehrende Rituale und eine feste Tagesstruktur geben allen Konfis und Teamer*innen Verlässlichkeit – gerade in einem unbekannten Umfeld mit vielen zu Beginn noch unbekannten Gesichtern. Die KonfiCamps gestalten bewusst Orte, Räume und Zeiten durch wiederkehrende Strukturen und Rituale. Dabei besitzen alle Programmpunkte, ob Vormittagseinheiten, Nachmittagsangebote, Wittenbergausflug, Abendshows oder Nachtkirchen die gleiche Relevanz. Die Begegnung Gottes mit uns hat auch mit Lebenslust und guter Lebensqualität zu tun, und die kann und sollte bunt und vielfältig sein.

Die KonfiCamps in Wittenberg haben eine besondere Beziehung zur Stadt der Reformation

Die KonfiCamps finden natürlich deswegen in Wittenberg statt, weil wir wollen, dass Konfis einen der wichtigsten Orte der Reformation kennenlernen können. Auf dem Camp soll es v.a. um den Geist der Reformation gehen. Aber die Geschichte der Reformation ist auch wichtig. Deswegen können alle Gruppen je einen Nachmittag in der Wittenberger Altstadt verbringen. Spätestens seit 2017 gibt es viele gute Angebote für jungen Jugendliche, die ihnen das Anliegen der Reformation nahebringen. Wir stellen euch ein Besuchsprogramm zusammen.


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